Mit Kindern Geocaching im Malomvölgy


Genug vom Strand, Kinder quengelig, Abwechslung nötig? Auf zum Geocaching in den Wald. Beim Geocaching wird mithilfe von GPS-Daten oder Beschreibungen nach kleinen versteckte Schätzen gesucht Die Fundorte findet man auf einer internationalen Site, die ungarische Site bietet mehr Fundorte). Die Kinder lieben es. Die Schätze bestehen in Plastikboxen, die an den unterschiedlichsten Stellen versteckt wurden. Findet man sie, erhält der Finder einen Code, den man auf einer Site im Web eingeben kann. Hat man genügend Codes gesammelt, darf man selber verstecken. Manchmal enthalten die Boxen auch Spielzeug. Bitte unbedingt Kleinigkeiten zum Austausch mitnehmen, wenn die Kinder die Schätze behalten wollen.

Für unseren Ausflug ist die Site am Miske-szikla das Ziel. Dazu starten wir am Dorfplatz in Lovas (bei den beiden Kirchen). Dort findet sich eine Wanderkarte. Wir gehen via Malomvölgyi út bis zu einem kleinen Spielplatz. Wir wenden uns nach links. folgen dem Weg in den Wald und wandern entweder am Bach (Lovasi Séd) entlang, oder nutzen den Mountainbike Track. Verlaufen kann man sich kaum. Der Weg führt durch einen naturbelassenen Wald, vorbei an einer Kuhherde. An einer Kreuzung haben wir die Möglichkeit, einen Abstecher zur Vörösfestékbánya zu machen (1,7 km).

Die Vörösfestékbánya ist die älteste bekannte Mine Europas und es ist nicht ausgeschlossen, dass das Abbaugebiet auf der Liste des Weltkulturerbes landet. Lediglich in Afrika ist eine vergleichbare Mine erhalten, aus der schon im Paläolithikum (Altsteinzeit) Werkzeugmaterial gewonnen wurde. Die Menschen benutzten die dort gewonnene rote Farbe wohl für Malereien und für Totenmasken, weil sie den bleichen Leichen ein „lebendiges“ Timbre zurückgab. Auch wurden Tierfiguren gefertigt, die mittlerweile im Budapester Nationalmuseum zu besichtigen sind.

Heute verzichten wir auf den Abstecher zur Mine und peilen den Felsen an. Wir passieren zunächst durch einen Naturlehrpfad, der sich mit seltenen Schmetterlingen befasst, dann erreichen wir die Abzweigung, die rechts zum Miske-szikla führt. Der Felsen ist eine bizarre Gesteinsformation, die man an dieser Stelle eigentlich nicht erwartet. Wir nähern uns entweder abenteuerlich auf dem direkten Wege, einem zugewucherten kleinen Pfad (einigermaßen klettern muss man schon können), oder wir folgen dem Lehrpfad und erreichen den Felsen von oben. Dort bietet sich ein fantastischer Blick ins Mühlental und eine schöne Ansicht des in die Talsenke gebauten Felsöörs. Am Übergang von Tal zu Dorf sieht man das Weiterbildungszentrum des weltbekannten Jazz-Gitarristen Ferenc Snétberger, der dort Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien ausbildet.

Das Geocaching-Versteck befindet sich – vom Felsen aus gezählt – bei der siebten Treppenstufe. Hier links in den Wald gehen (etwas steil), nach ein paar Metern entdecken wir die Box auf der rechten Seite im Wurzelwerk eines Baumes.

Für den Rückweg haben wir zwei Optionen: Entweder weiter nach Felsöörs, wo ein weiteres Versteck auf uns wartet (bei der roten Kirche), oder zurück nach Lovas, auf einen Kaffee ins Lovas kikötö (siehe Blogeintrag).

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